Blake Lively – Schauspielerin, California Glamour Girl, Gossip Girl
von Hans J. Wulff
14.2.2023

Rollenbiografie einer öffentlichen Figur

Blake Ellender Brown (später: Blake Lively) wurde am 25. August 1987 als Tochter der Schauspieler Elaine und Ernie Lively geboren, deren Namen sie erst nach der Heirat von Mutter und Stiefvater bekam. Sowohl die Eltern wie ihr Bruder und ihre beiden Halbschwestern aus der früheren Ehe der Mutter waren in der Filmbranche beschäftigt – von Kindesbeinen an (Eric, einer der Brüder, war bei seinem ersten Filmauftritt erst zwei Jahre alt). Auch Blake spielte bereits mit 11 Jahren in der Fantasy-Musicalkomödie Sandman (1998) als „Trixie“ mit, unter der Regie ihres Stiefvaters Ernie Lively. Erst das nächste Engagement Livelys nahm das spätere Image der jungen Schauspielerin auf: The Sisterhood of the Traveling Pants (Eine für 4, 2005, Ken Kwapis) nach einem Jugendroman von Ann Brashares. Der Film erzählt die Geschichte von vier 16-jährigen Mädchen (Lively ist die sportliche „Bridget“, die im Sommer an einem Fußballcamp in Mexiko teilnehmen soll), die eine Freundschaft für immer beschließen; zufällig entdecken sie in einem Laden eine Jeans, die allen vier passt; sie sind sich sicher, dass die Hose besondere Kräfte besitzt und Glück bringt; und sie beschließen, sich die Jeans den ganzen Sommer über hin- und herzuschicken. Die Bridget des Films verliebt sich in den drei Jahre älteren Betreuer Eric (Mike Vogel); sie schläft mit dem Jungen, doch sie ist nicht verliebt, sondern wollte sich nur beweisen, dass sie nicht wie ihre Mutter ist, die sich schon Jahre vorher in einer depressiven Phase umgebracht hatte. Die leichtfüßige Komödie wurde zu einem Überraschungserfolg; drei Jahre später folgte ihr die Fortsetzung The Sisterhood of the Traveling Pants 2 (Eine für 4 – Unterwegs in Sachen Liebe, 2008, Sanaa Hamri): Auch die vier jungen Frauen sind drei Jahre älter geworden, studieren an verschiedenen Universitäten; Bridget soll an einer archäologischen Forschungsreise in die Türkei teilnehmen, findet einen Kasten mit Briefen ihrer Großmutter und wird noch vor der Türkei-Reise die alte Frau besuchen. Auch dieser Film wurde als seriöse Coming-of-Age-Geschichte wahrgenommen.

Blake Lively (nun im Alter von 19) blieb dem Rollenalter der postadoleszenten jungen Frau verpflichtet. In der anarchischen Highschool-Komödie Accepted (S.H.I.T. – Die Highschool GmbH, 2006, Steve Pink) spielt sie „Monica Moreland“, eine junge Frau im Übergang in die Highschool-Phase ihrer Biografie, die ein Studium an einer von abgelehnten College-Bewerbern gegründeten Fake-Universität (es ist das „South Harmon Institute of Technology [S.H.I.T.]“) aufnimmt, die allerdings erst nach vielen Widrigkeiten den Probebetrieb aufnehmen kann. Der Film gewann bei einem Teil des Publikums deutlich mehr Sympathien als bei der Mehrzahl der Kritiker – er war offenbar Teil einer Geschmacks- und Urteilsdifferenz, die das Teenie-Kino vom Gros des Gesamtangebots unterschied.

Es folgte eine Rolle als „Jenny“ in dem Horror-Thriller Simon Says (Evil Twins, 2006) unter der Regie von William Dear (und dem Stiefvater Ernie in einer Nebenrolle). Die Erzählung handelt von fünf Hochschulabsolventen (drei jungen Frauen), die mit einem VW-Kleinbus in ein Camp nahe an einem Fluss fahren, an dem ein Mörder einst seinen eineiigen Zwilling und die Eltern umgebracht hatte. Natürlich missachten die fünf alle Warnungen und geraten in eine bedrohliche Situation wie ähnliche Gruppen in derartig splatter-affinen Filmen auch. Auch die „Anabelle Leigh“ in Elvis and Anabelle (2007, Will Geiger) ist eine Rolle in einem fantastischen, dunkel-melodramatischen Genre: Die junge bulimische Frau stirbt kurz vor ihrer Wahl zur „Miss Texas Rose“, erwacht aber unter den Händen des Totengräbers Elvis (Max Minghella) zu neuem Leben; die beiden verlieben sich und entdecken miteinander Liebe, Freiheit und Glück gegen alle Widerstände.

Vor allem Elvis and Anabelle enthält eine latente Morbidität, die an Traditionen des Southern Gothic erinnert, und einen Tiefenimpuls der Geschichte, die – wie ein ungenannter Autor auf dem Blog Movieline (9.9.2009) vermerkt – auf Edgar Allen Poes letztes Gedicht „Annabel Lee“ über die Trauer um den Tod der schönen Geliebten verweist, an die Erweckung des synthetischen Körpers der Braut Frankensteins (aus dem Boris-Karloff-Film von 1935) gemahnt oder auf die schon im Eröffnungslied des Films („Bela Lugosi‘s Dead“ der Gruppe Nouvelle Vague) angespielt wird.

Es folgten eine Nebenrolle in der Episode Central Park (Regie: Brett Ratner) in dem Omnibusfilm New York, I Love You (2009), die Darstellung der jugendlichen Protagonistin in The Private Lives of Pippa Lee (Pippa Lee, 2009, Rebecca Miller) nach einem Roman von Rebecca Miller, wiederum eine Nebenrolle in The Town (The Town – Stadt ohne Gnade, 2010, Ben Affleck) über eine Gruppe von Bankräubern in Boston. Erst der 3D-Superheldenfilm Green Lantern (Green Lantern, 2011, Martin Campbell) über die gleichnamige Comicfigur von DC bescherte Lively wieder eine Hauptrolle; sie spielte die „Carol Ferris“, die Chefin eines waghalsigen Testpiloten (Hal Jordan, gespielt von Ryan Reynolds) beim Flugzeughersteller „Ferris Aircraft“; ausgerechnet er wird zum Mitglied der fantastischen Gruppe der als „Green Lantern“ bezeichneten Wächtern des Universums (zu Deutsch eigentlich lächerlicherweise: „grüne Laternen“). Obwohl Jordan sein Green-Lantern-Mandat zurückgibt, wird er Zeuge, dass Teile der DNS eines Universalbösewichts entdeckt werden – und er wird zum einzigen Verteidiger der Erde und schließlich doch noch zu einem Mitglied des Green-Lantern-Korps. Obwohl frühes Beispiel der später sehr erfolgreichen DC-Comics-Verfilmungen, wurde der äußerst aufwendige Green Lantern mit 200 Millionen US-$ Produktions- und über 100 Millionen US-$ Werbungskosten zu einem der größten Flops der Filmgeschichte.

Eine Hauptrolle war die „Carol“ tatsächlich nicht. Sie war kaum in die Handlung verwickelt, blieb die ersehnte Partnerin des männlichen Helden, ohne selbst viel dazu beizutragen. Ähnlich wie in vielen anderen der Filme auch, in denen Lively gespielt hatte, waren ihre Rollen eher passiv ausgelegt, im Extrem einem machistisch-gewalttätigen Comic-System angepasst. Immerhin hatte sie die Phase der reinen Teenie-Rollen aber hinter sich gelassen.

Rollenbiografien von Schauspielern können aufschlussreich sein, wenn sie eine innere Gliederung der Rollen und der Lebensalter der Akteure deutlich machen – aus dem Kinder- wird ein Teenie-Star, es schließen sich Figuren im postadoleszenten Alter an. Die Rollenbiografie folgt dem tatsächlichen Alter, nichts ist plausibler als das. Und doch unterscheidet sich die Livelyʼsche Folge der dargestellten Lebensalter von der Phasengliederung vieler ihrer Kollegen und Kolleginnen, weil sie international wirklich bekannt wurde durch die Rolle der „Serena van der Woodsen“ in der langlebigen TV-Serie Gossip Girl (Gossip Girl, 2007-2012), in deren sechs Staffeln mit insgesamt 121 jeweils 45-minütigen Episoden sie eine der tragenden Figuren spielte. Von nun an kreuzten sich die Konzeptionen der Livelyʼschen Filmrollen mit denen vieler Spielfilme, in denen sie eingesetzt wurde, das Rollen-Image überlagerte das Bild, das das Publikum sich von der Aktrice machte. Es folgte eine Amalgamierung von Images, die sich als „öffentliche Bilder“ gegenüber der Schauspielerin verselbständigten und die zu einer Modell-Figur wurden, die vor allem ihre Auftritte in der Öffentlichkeit regierten: Aus der Figur eines „Gossip Girls“ wurde tatsächlich eine Figur der Klatsch-und-Tratsch-Öffentlichkeit, ungeachtet der Fähigkeiten, als Schauspielerin agieren zu können.

Die Rollenbilder der Filme, in denen sie von 2012 an auftrat, deuten keinesfalls darauf hin, dass sie ein spezifisches Rollenfach bediente, sondern in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Figurenkonzeptionen auftrat. In der Indie-Produktion Hick (Runaway Girl, 2012, Derick Martini) spielte sie eine Junkie-Braut („Glenda“), die eine 13-Jährige auf ihrer Flucht nach Las Vegas begleitet. Viel bedeutender ist ihre Rolle als „Ophelia“ (genannt „O“) in Oliver Stones Drogenthriller Savages (Savages, 2012); sie ist hier eine von ihrem Leben als reiche Tochter gelangweilte junge Frau, die mit zwei Kleindealern zusammenlebt, von mexikanischen Drogenhändlern entführt und von ihren beiden Lebensgefährten wieder befreit wird, selbst dabei zur Mörderin werden muss. In dem Fantasy-Melodram The Age of Adaline (Für immer Adaline, 2015, Lee Toland Krieger) ist sie eine junge Frau, die nicht altern kann und fast 80 Jahre in ständig wechselnden Identitäten leben muss, bevor sie sich verliebt und ihr Geheimnis lüftet (und tatsächlich wieder zu altern beginnt). In Woody Allens Komödie Café Society (Café Society, 2016) ist sie eine vor Kurzem geschiedene Frau, in die sich der Protagonist verliebt und die er heiratet, als sie schwanger wird. Eine echte Hauptrolle hat sie als „Nancy Adams“ in dem Tierhorrorfilm des spanischen Regisseurs Jaume Collet-Serra The Shallows (The Shallows – Gefahr aus der Tiefe, 2016): Im Kampf gegen einen Hai ist sie ganz auf sich allein gestellt, kommt fast um, wird erst im letzten Moment nach dem Tod des Hais gerettet und kann ihr Medizinstudium abschließen. Eine erstaunliche Passivität kennzeichnet die Rolle in Marc Forsters Beziehungsdrama All I See Is You (All I See Is You, 2016), in dem sie nach einem Autounfall in ihrer Kindheit blind und ganz auf die Hilfe ihres Ehemannes angewiesen war. Nach einer Hornhautübertragung kann sie wenigstens auf einem Auge sehen, sie wird selbstbewusster und entdeckt Geheimnisse, die ihr Mann vor ihr verborgen hatte. In A Simple Favor (Nur ein kleiner Gefallen, 2018, Paul Feig) spielt Likely „Emily Nelson“ und ist das Gegenbild zur Figur der „Stephanie“ (gespielt von Anna Kendrick); die beiden bilden ein Gegensatzpaar ähnlich dem von Hure und Heiliger, ein Stereotyp, das in der kleinen Krimikomödie aber immer wieder ironisch gebrochen wird. The Rhythm Section (The Rhythm Section – Zeit der Rache, 2020, Reed Morano) schließlich ist ein Rachethriller im Stil der James-Bond-Filme; Lively spielt „Stephanie Patrick“, deren Familie bei einem Flugzeugabsturz umgekommen ist; sie gibt das Studium auf, wird drogenabhängig, finanziert sich als Prostituierte – als sie erfährt, dass das Unglück durch einen Bombenanschlag verursacht wurde. Die junge Frau beschließt, Rache zu nehmen, lässt sich zur Agentin ausbilden. Zwar ist das Spiel der Hauptdarstellerin von „zwingender physischer und emotionaler Präsenz und schonungslos saftiger Action“, wie die Kritikerin Karin Jirsak auf Filmstarts.de schreibt, doch ist wohl vor allem die Flachheit der meisten Charaktere und die Klischeehaftigkeit vieler Rollen dafür verantwortlich, dass der Film an den Kinokassen nur einen Bruchteil der Produktionskosten einspielte.

Eine klare Linie ist in der Folge der Rollen, die Likely gespielt hat, kaum auszumachen (von der Bereitschaft abgesehen, Grenzen einer weiblichen Angepasstheit und Passivität auszuloten und des Öfteren auch zu überschreiten – ihr Kurzauftritt in dem dümmlichen Mainstream-HipHop-Video I Just Had Sex der Gruppe The Lonely Island feat. Akon [2010] sei nur als Beispiel erwähnt). Noch The Time of Adaline (2015) könnte man in Verbindung bringen mit der latenten Morbidität von Elvis and Anabelle (2007), doch spielt sie in anderen Filmen keine Rolle.

Umso interessanter ist ein Seitenblick auf die schon erwähnte Teenie-Serie Gossip Girl (Gossip Girl, 2007-2012, 121 Folgen in 6 Staffeln), die auf dem US-Network The CW ausgestrahlt und die in mehr als 50 Ländern ausgewertet wurde. Die Serie basierte auf der gleichnamigen Buchreihe der amerikanischen Autorin Cecily von Ziegesar, die 2002 mit ihrem Buch Gossip Girl einen Bestellererfolg hatte; dem Jugendroman folgten 17 Fortsetzungen. Im Mittelpunkt von Buch und TV-Serie stehen Partys, Drogen, Alkohol und Designerkleidung, Sex und gesellschaftlicher Klatsch; in der Serie werden die neuesten Gerüchte aus der Szene von einem geheimnisvollen „Gossip Girl“ auf einer Internetseite verbreitet. Der Serie folgte als Neustart bzw. Spin-Off (bzw. als reboot) eine neue Serie unter dem Titel Gossip Girl (2021-23) für den Streamingdienst HBO Max, die aber nach zwei Staffeln 2023 eingestellt wurde.

Die Serena van der Woodsen der Serie ist ein „Party-Girl“ der Upper East Side, oft betrunken, Drogen zugeneigt. Sie wird von den Eltern in ein Internat verfrachtet, kehrt nach einer längeren Pause zutiefst verändert wieder in ihren alten Kreisen auf. Sie gehört immer noch zu den Sternchen der New Yorker Luxus-Szene, doch sticht sie durch ihre Offenheit und Hilfsbereitschaft, durch ihre erkennbare Lebensfreude von allen anderen ab. Am Ende der Serie heiratet sie, verlässt ihr Soziotop auch symbolisch.

Allerdings kam es schon in der Zeit der Serie zu einer Überlagerung von Fiktion und Realität. In der Serie hatte Serena van der Woodsen nur in der zweiten Staffel eine kurzfristige Beziehung zu Dan Humphrey – Lively heiratete auch den Darsteller Dans (Penn Badgley), eine Ehe, die allerdings nur bis 2010 währte (und schon vorher zerbrach). In der Yellow Press ist mehrfach die Frage aufgeworfen worden, ob die Nähe Livelys zu ihrer Rolle eine Irritation gewesen sei, die die Trennung von Person und Rolle erschwert oder gar unmöglich gemacht habe. Immerhin gibt es eine ganze Reihe von Hinweisen, dass die öffentlichen Auftritte Livelys nicht mehr zwischen Realität und Fiktion trennten, sondern als Einheit einer imaginären celebrity inszeniert und wahrgenommen wurden. Die Prägung des Lively-Images durch die Serie war so fundamental geworden, dass ihre fiktionale Zugehörigkeit zu einer Welt des Luxus und des Konsums ebenso wie die Prägnanz ihres Gesichts und der langen blonden Haare sie zu einer attraktiven Ikone der Modeindustrie und ihrer Luxus-Produkte machten, ebenso wie ihre oft geäußerte Begeisterung für fashion chic und Mode allgemein. Sie wurde 2011 das Gesicht der „Mademoiselle“-Handtaschenlinie von Chanel (ausgewählt von Karl Lagerfeld); es folgte 2013 ein Kontrakt mit L‘Oréal, für die sie „Markenbotschafterin“ wurde. Verträge mit Gucci (2013) oder mit dem Schuh und Modedesigner Christian Louboutin folgten. Selbst die Wahl zum Titelbild des Magazins Vogue (2008) kann schon als Schritt von der Schauspielerin zum Model oder – vom Ende her betrachtet – als erste Inkarnation einer imaginären Ikone der Konsumwelt verstanden werden.

Immer mehr des Livelyʼschen Privatlebens wurde schon zu Zeiten ihres Spiels in Gossip Girl zum Sujet der einschlägigen Presse – ihre misslungene Ehe mit Leonardo di Caprio (2011) oder die schnell folgende mit Ryan Reynolds (2012), sogar mit den vier Schwangerschaften aus dieser Beziehung, die sie immer öffentlich zelebrierte. Selbst die Tatsache, dass sie heute über ein Nettovermögen von über 30 Millionen US-$ verfügen soll, unterstreicht ihren Status als Figur außerhalb der Sphäre von Arbeit und Verdienen. Sie steht all diesem gegenüber, als Sich-Selbst-Genießende, Konsumierende und letztlich Passiv-Teilnehmende am gesellschaftlichen Leben. Ihre Auftritte basieren auf ihrer Präsenz als Imago luxuriöser Mode und ihrer Accessoires, immer wieder unterfüttert mit Indikatoren eines Selbstverständnisses, das einem Identitätsentwurf eines traditionellen Rollenbilds des Weiblichen zugehört. So sehr Serien wie Gossip Girl ein jugendliches Publikum im gleichen Alter wie die handelnden Figuren zu adressieren scheinen, so sehr sie sich für die Liberalisierung des altersspezifischen Umgehens mit der eigenen Körperlichkeit, der Sexualität insbesondere einzusetzen scheinen, erweist sich doch am besonderen Beispiel, dass die Geschlechterrollenmodelle nicht nur auf der Inszenierung des weiblichen Körpers als Spektakel, als Darbietungsfläche für Mode (und damit als Gratifikation außerhalb der Rezeption der Fiktion) gründet, sondern auch das Material für die Auseinandersetzung von Zuschauern und Zuschauerinnen mit den angebotenen Verhaltensmodellen bietet. Obwohl die Darstellung also mehrschichtig und polysem ist, entwirft sie doch eine Verhaltenswelt, die erkennbar auf herkömmlichen Wertvorstellungen des Weiblichen aufruht, diese fortführt und sie gleichzeitig gegen Umbrüche des soziokulturellen Umfeldes, vor allem der jugendkulturellen Protest- und Widerstandsbewegungen, weitgehend immunisiert.

 

Anmerkung

[*] Aus der Reihe von Untersuchungen zu Gossip Girl seien erwähnt: Van Damme, Elke: Gender and sexual scripts in popular US teen series: A study on the gendered discourses in One Tree Hill and Gossip Girl. In: Catalan Journal of Communication & Cultural Studies 2,1 ,2010, S. 77‑92 (über die Darstellung jugendlicher Sexualität in den beiden Highschool-Teenie-Komödien), Burwell, Catherine: You know you love me: Gossip Girl fanvids and the amplification of emotion. In: Feminist Media Studies 15,2, 2015, S. 306‑323 (über Remix-Fanvideos der Serie), Warner, Helen: Style over substance? Fashion, spectacle and narrative in contemporary US television. In: Journal of Popular Narrative Media 2,2, 2009, S. 181-193 (über die besondere Rolle der Mode in der Serie Gossip Girl), Stein, Louisa Ellen: Playing Dress-Up: Digital Fashion and Gamic Extensions of Televisual Experience in Gossip Girl’s Second Life. In: Cinema Journal 48,3, 2009, S. 116-122. Alle Studien akzentuieren die Rolle, die die modische Kleidung in der narrativen Struktur und vor allem in den Identitätsentwürfen der weiblichen Figuren spielt. Vgl. dazu auch eine 20-minütige Selbstauskunft, die Blake Lively in der Online-Gazette Life in Looks (2022, Posy Dixon, Produktion: Vogue) anbietet.

 

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